Teil eines Werkes 
7. Theil, Bonners oder Geschichte eines Millionärs : 3. Band (1860)
Entstehung
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Unfall einen bedeutenden Vorſprung und kamen Bonners um einige Stunden näher.

Der Abend war ſchon hereingebrochen, als Bonners matt und erſchöpft in die Villa trat, Lillys Diener befahl, den Wagen anzuſpannen und damit an der nach dem Walde führenden Straße zu halten. Sodann eilte er in Lillys Gemach.

Von den Strahlen der Ampel, die an der Decke hing, beleuchtet, ſaß ſie da; und als Bon⸗ ners ſie ſo ſah, däuchte ſie ihm wie von einer Glorie übergoſſen.

O und mit welchem Entzücken durchdrang der Freudenruf ſein Herz, mit welchem Lilly, jetzt ſeiner anſichtig werdend, ſich an ſeine Bruſt ſtürzte, ihn feſt umſchlingend mit ihren Liebesarmen. Lilly, holde, theure Lilly! Du liebſt mich alſo noch?

Wie tief und innig war der Blick, mit dem ſie dieſe Frage beantwortete.

Höre mich an, Lilly, ſagte Bonners, und ſie auf ihren Sitz zurückdrängend, kniete er vor ihr nieder, wie er zu thun pflegte, wenn er wünſchte, von ihr recht verſtanden zu werden, damit ihr keine Bewegung ſeiner Lippen entgehen möchte. 1

Lilly, meine Geliebte! es iſt dies für uns Beide ein wichtiger, für unſer ganzes Leben ent⸗ ſcheidender Moment. Ich bin in Gefahr, man