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nung!“ ſagte Bonners kalt;„nur erlaube ich mir die Bemerkung, daß meine Gemahlin keines Drit⸗ ten bedarf, ſie vor«Unheily, wie Sie es nann⸗ ten, zu bewahren. Es iſt dies ein ſchönes Vor⸗ recht ihres Gemahls, das er mit theilen geſonnen iſt. Und was Jh betrifft, mein Herr! ſo bin ich ſo w
„So hören Sie mich an!“ ſagte Santöme, ſich an Lenoren wendend, die bleich und zitternd daſaß,„vielleicht, daß Sie Ihren Gemahl dann von der Wichtigkeit meiner Erzählung zu überzeu⸗ gen vermögen.“— Bonners nahm ſeine Chocolade wieder zur Hand, und während er ſich den An⸗ ſchein gab, lediglich mit dem Genuſſe derſelben beſchäftigt zu ſein, horchte er mit geſpannteſter Aufmerkſamkeit dem, was Santöͤme jetzt von der Unterhaltung mit dem Polizei⸗Beamten berichtete.
„O mein Gott!“ rief Lenore todesbleich, als er geendet.„Kann dies wirklich ſein, iſt es mög⸗ lich, daß—“
Sie wandte ihre fragenden Blicke auf ihren Gatten; ſein bleiches Angeſicht, die ſichtbare Un⸗ ruhe, die ſich in ſeinen Zügen malte, das heftige Zucken ſeiner Lippen, welches ſeine innere Bewegung kundgab, alles dies mußte ſie von der Wahrheit des Gehörten überzeugen.


