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„Es iſt ſo! es iſt ſo!“ kreiſchte ſie mit ver⸗ zweiflungsvollen Tönen und ſank bewußtlos zu⸗ ſammen.
Während Santöme beſchäftigt war, ihr zu helfen, verließ Bonners eilig das Gemach, befahl dem Kammerdiener, ſein Pferd zu ſatteln, und in ſein Zimmer ſtürzend, raffte er zuſammen, was er von Geld und Juwelen in ſeinem Secretair vorfand und ſteckte es in ſeinen Buſen.
„Hier hilft nichts, als die ſchleunigſte Flucht!“ ſagte er leiſe.„Aber vor allen Dingen Ruhe und Beſonnenheit. In einigen Stunden erſt ſoll das Verhör ſein, dann muß das Refultat deſſel⸗ ben erſt dem Conſul vorgelegt und dann der Ver⸗ haftsbefehl ausgefertigt werden. Ich habe einen Vorſprung von mindeſtens acht Stunden. Fort denn!“
Er eilte hinunter in den Hof, wo ſein Pferd bereit ſtand, ſchwang ſich in den Sattel und da⸗ hin ſprengte er durch die Straßen. Er war ſo betäubt von dem plötzlichen Hereinbrechen der Er⸗ eigniſſe, die er freilich ſchon längſt hatte befürchten müſſen, daß er, ohne zu überlegen, wohin er ſich wenden wolle, dahin ſprengte, mechaniſch die Stra⸗ ßen durcheilend, die zu dem Wege nach der Villa führten. Erſt, als die Stadt hinter ihm lag, als er dem Gewühle der Menſchen, den Häuſern und Gaſſen entflohen war und ſich auf freier Land⸗


