Teil eines Werkes 
7. Theil, Bonners oder Geschichte eines Millionärs : 3. Band (1860)
Entstehung
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bend, ſich ſcheu umblickend, als fürchte ſie ſich. Wie verfolgt von Geiſtern und Geſpenſtern, floh ſie die Treppen hinab, und erſt, als ſie wieder ihre elegante Equipage beſtiegen und dem Diener befohlen, zu ihrer Tochter Lenoxe zu fahren, fühlte ſie ſich erleichtert und frei.

Ich will zu Lenoren! flüſterte ſie;der Anblick ihres Glückes und ihrer Pracht ſoll mich ſtärken!

Aber die Scene, zu welcher ſie hier eintraf, däuchte der ſtolzen Dame noch furchtbarer, als die, welche ſie verlaſſen, und die Nachrichten, die ſie empfing, waren ſo niederſchmetternder und un⸗ erwarteter Art, daß ſie anfangs wie erſtarrt da⸗ ſtand, dann aber zu langer, todtenähnlicher Ohn⸗ macht zuſammenſank.

In der Frühe des nächſten Morgens nahm Edmund auf immer Abſchied von der geliebten Hülle ſeiner Camilla und geleitete ſie zu ihrer ewigen Ruhe; und als er, von dieſem traurigen Gange heimkehrend, das Haus ſeines Vaters, der Tages zuvor beſtattet worden, betrat, da fühlte er eine Oede und Stille in ſich, die ihm furcht⸗

barer erſchien, als alle Qualen und Schmerzen,

die er zuvor erduldet.

Hatte er ſonſt gelitten und geduldet, ſo war es doch für ſie geweſen; für ſie, deren Qualen und Leiden eben es geweſen, die ihn zwar gepei⸗ niget, aber doch beſchäftiget hatten.