Teil eines Werkes 
7. Theil, Bonners oder Geschichte eines Millionärs : 3. Band (1860)
Entstehung
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24 3Ja, Sir! Es iſt wahr: dieſe Augen ſahen entſetzlich aus!

Entſetzlich! ſchrie Edgin und bedeckte ſein

Geſicht mit beiden Händen. Dann ſaß er lange, lange Stunden in dumpfer, hinbrütender Ver⸗ zweiflung. 6

Die Nacht kam heran; Blackwell lehnte alle Nahrung ab und erklärte entſchieden, die Nacht neben der Leiche wachen zu wollen.

Welche furchtbare Stunden waren dieſe, die er

in der Einſamkeit und Stille der Nacht an der Seite dieſes gräßlich entſtellten Körpers hinbrachte! Immer glaubte er jenen letzten Blick auf ſich ge⸗ richtet zu ſehen, jenen Fluch der zitternden Lippen zu vernehmen! Zch bin ſein Mörder! murmelte er dumpf vor ſich hin;ſein Mörder, obwohl es nicht meine Hand war, die ihn erſchlug! Ein Mörder und Fluchbeladener, werde ich fortan das Daſein eines Verdammten leben! Und durch ihn, dieſen Todten, iſt Qual und Leid über mich gekommen; er hat mich mit Schmach überhäuft und meinen Namen gebrandmarkt; er war ein Dieb in mei⸗ nem Namen!

Auf einige Zeit drängte der Zorn alle anderen

qualvollen Gedanken zurück, und der Zukunft ge⸗ denkend, überlegte er, was zu thun ſei.

Sterben, Ruhe im Tode ſuchen! murmelte er wieder vor ſich hin.