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mals wieder. Meine Schuld an Dich iſt abge⸗ tragen. Ich bin frei!“
„Nicht ſo bald, nicht ſo bald!“ murmelte Harrick vor ſich hin, indem er den Zettel zähneknirſchend zerriß;„einmal mit mir verbunden, iſt es nicht ſo leicht, ſich von mir zu trennen!“
Vergebens beſchwor ihn Iſabella, ihr den Inhalt jenes Briefes und die Veranlaſſung von Harrick's ſeltſam erregtem Weſen zu erklären, ihr zu ſagen, wohin Edgin gegangen und wann er zurückkehre.
„In einigen Tagen wird er wieder bei Ihnen ſein!“ war Harrick's einzige Antwort, indem er zugleich bat, ihn allein zu laſſen, da er noch Einiges anzuordnen habe, um ſogleich abreiſen zu können.
„Abreiſen? und wohin?“ fragte Iſabella er⸗ bleichend.
„Zu Edgin; er bedarf mein!“— Nun ßackte er eiligſt einiges Nöthige zuſammen, ſteckte die Banknoten zu ſich, und ehe eine Stunde ver⸗ gangen, ſaß Harrick im Wagen, den Flüchtling aufzuſuchen.
Es lag ihm Alles daran, ihn wieder zu fin⸗ den und zu ſich zurückzuführen. Edgin wußte alle ſeine Geheimniſſe und Harrick kannte ihn genug, um nicht zu wiſſen, daß es möglich ſei, Edgin könne in einem Anfalle von Lebensüberdruß und Verachtung ſich ſelbſt verrathen und anklagen; als⸗


