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die nur durch ihre Stimme oder durch den Ge⸗ ſang der Vögel unterbrochen ward, und einen
Frieden, den das Losringen von der Sünde ihm gewährte,— dies waren die glücklichen Träume, denen Edgin nachhing, während er— falſche Bankſcheine zeichnete.
Wir haben ſchon geſagt, mit welcher Heftigkeit Edgin ſowohl von ſeinen guten, wie von ſeinen böſen Vorſätzen ergriffen ward, und mit welcher Leichtigkeit ſein Charakter ihn von dem Böſen zum Guten umſpringen ließ.
Edgin bereuete ſeine verlorenen Lebensjahre, und nicht ſobald war dies Gefühl in ihm wach geworden, als er ſofort auch beſchloß, ein neues Leben zu beginnen, und alles das zu fliehen, was ihn von dieſem Vorſatze abwendig machen könnte. Mit der Ausführung zögerte er nicht lange.
Er hatte, Dank ſeiner Geſchicklichkeit und Aus⸗ dauer, falſche Bankſcheine im Betrage von zwan⸗ zigtauſend Pfund angefertigt, und dieſe wollten ſie nun, um allen Verdacht zu vermeiden und jede Nachforſchung bei einer möglichen Entdeckung zu zerſtreuen, nicht in New⸗York umwechſeln, ſon⸗ dern, ſich Beide in die Summe theilend, ſollte erſt Edgin, und dann bei ſeiner Rückkehr Harrick eine Reiſe machen, und unterwegs hier und da die falſchen Scheine gegen echte umtauſchen. Von dieſer Reiſe nicht zurückzukehren, war
Edgins feſter Entſchluß.


