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Arme hinaustrat auf die Straße, da athmete der Knabe hoch auf, als ſei eine große, erdrückende Laſt von ſeinen Schultern gewälzt,— er war frei, und ein unnennbares Wohlgefühl durchdrang ſeine Bruſt...
Die ganze Welt dünkte ihm ſein Eigen, die Luft, der Himmel, jeder Baum, jeder Grashalm, der ſich im Winde bewegte, die Nacht mit ihren Sternen, und der Tag mit ſeinem Sonnenlicht, Alles dies war Sein; er konnte es genießen und durch den Genuß es ſich zu Eigen machen.
Da war Niemand mehr, der ihn hineintrei⸗ ben durfte in die enge, finſtere Kammer, der ihm den Anblick der ſchönen Welt entziehen, und an die Rechentafel ihn bannen, oder ihn verdammen konnte, zu ganzen Tagen Geld zu zählen, deſſen Schmuz ihm an den Fingern haftete, und das ihm widerlich war, während ſein Vater es entzückt be⸗ trachtete.
Er war endlich frei, und als er ſich den gan⸗ zen Tag ſingend und pfeifend in den Straßen Londons umhergetrieben, da däuchte es ihn eine unendliche Luſt, Abends auf den Treppenſtufen eines Palaſtes ſein Lager aufſchlagen zu können, und über ſich zu haben den Himmel mit ſeinen Sternen..
Als er aber am Morgen erwachte, war das Päckchen mit ſeinen Kleidern, das er neben ſich gelegt, verſchwunden, und der argloſe Knabe em⸗


