wann das leiſe Aechzen des Sterbenden unheim⸗ lich unterbrach.
Plötzlich ſetzte der Greis ſich aufrecht, und der Sohn erſchrak vor der wunderbaren Verän⸗ derung dieſes Angeſichtes. Die Augen glänzten wieder, die Wangen begannen ſich leiſe zu röthen, der Athem ging langſam und ruhig aus der Bruſt hervor. Die Natur, ehe ſie unterlag, zeigte noch einmal ihre Kraft, und hauchte den Sterbenden mit dem Athem des Lebens an,— die erlöſchende Flamme des Geiſtes, ehe ſie ſtarb, flackerte noch einmal hoch auf.
„Charles, wenn Du mein Sohn biſt,“ ſagte der Greis ruhig und klar,„ſo mußt Du mir ſchwören, mich an dem Mörder meines Lebens, an dem Räuber meiner Pochter und meines Gel⸗ des zu rächen!“
„Nenne ihn mir!“ ſagte der Sohn, und ſchon fühlte er einen tiefen Grimm gegen den, der ihm nicht nur ſeine Schweſter, der ihm auch die letzten Gedanken ſeines ſterbenden Vaters geraubt.
„Sein Name iſt Blackwell, Henry Blackwell! Schwöre mir, nicht zu ruhen, nicht zu raſten, bis Du ihn aufgefunden, ihn zu verfolgen durch die
ganze Welt, bis Du ihn erreicht. Schwöre mir,
und träfeſt Du ihn in ſeiner Tedesſtunde, ver⸗ zweifelnd und troſtlos, meinen Fluch in ſein Ohr zu donnern, und ihn vor Gericht zu ſchleppen. Schwöre mir, ihn zu verderben in dem, was ihm


