Teil eines Werkes 
7. Theil, Bonners oder Geschichte eines Millionärs : 2. Band (1860)
Entstehung
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das Liebſte iſt! Nicht raſch, nicht auf einen Schlag, ſondern langſam, langſam, ſo langſam, wie er mich gemordet hat, komme die Rache. Schwöre mir, ihn aufzuſtören, wenn er glücklich iſt, ihn zu vernichten und zu ſtrafen an ſeiner Seele, an ſeinem Leibe, nicht eher Dein Haupt ruhen zu laſſen, nicht eher Dir ſelber eine Stätte des Aus⸗ ruhens zu bereiten, bis er, der Räuber, der Mör⸗ der, zuckend und winſelnd zu Deinen Füßen ge⸗ legen und umſonſt um Erbarmen gefleht! Schwöre mir dies Alles!

Schaudernd leiſtete der Sohn den Schwur, und legte ſeine Hand beſtätigend in die erſtarrte Hand des Vaters. 8

Und nun, mein Vater, ſegne mich, Deinen Sohn, Dein einſames, verlaſſenes Kind!

Ja, ich will Dich ſegnen, Dich, den Voll⸗ ſtrecker meiner Rache, der meinen Mörder ſtrafen will! O mein Geld!

Der Sohn fühlte die kalte Hand des Ster⸗ benden ſchwer und eiſig auf ſeiner Stirne ruhen, dann ſank ſie kraftlos herunter!

O mein Geld! Mein Geld! Ich bin ein Bettler! Fluch dem Räuber!

Dies waren die letzten Worte des Greiſes, der Sohn ſtand neben der Leiche ſeines Vaters!

Eine tiefe Bitterkeit, ein finſterer Groll erfaßte des Verwaiſeten Gemüth! Das war alſo das Ende jahrelanger Sehnſucht und jahrelangen Hof⸗