Teil eines Werkes 
7. Theil, Bonners oder Geschichte eines Millionärs : 2. Band (1860)
Entstehung
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und das Verbrechen zu ſtrafen! Nein, ich habe keinen Sohn! Keinen Sohn!

Und der Kranke fiel laut kreiſchend auf ſein Lager zurück, und ſchlug ſich mit den Fäuſten die ächzende Bruſt.

Ich bin's, bin Euer Sohn! ſagte der Jüng⸗ ling, als der Greis wieder ſtill geworden.Sieh mich an, ſiehe dieſe Narbe an der Stirn, Du kennſt ſie, und hier dies Medaillon mit der Locke meiner Mutter, das ſie mir ſterbend umgehangen. Ich habe es treu bewahrt, damit es einſt bei Dir für mich zeugen ſollte!

Mein Sohn! Ja, Du biſt mein Sohn! jauchzte der Sterbende, und umſchlang den noch immer Knienden.

Mein Vater! Du liebſt mich alſo noch! Du verzeihſt mir!

Und der Sohn weinte laut vor tiefer Rührung.

Ich wußte es wohl, ſagte der Kranke, auf ſein Lager zurückſinkend,ich wußte es, daß Gott mein Flehen erhören, daß er mir einen Rächer ſenden würde! Auf Dich, mein Sohn, über⸗ trage ich meine Rache, Du ſollſt ihn ſtrafen den Räuber, den Dieb!

Wen, wen? fragte Charles ſchreckensvoll!

Höre mich an, höre! Und mit einer Kraft, die wenig zu dieſen erloſchenen Augen und zu dieſem todesbleichen Antlitz paßte, ſagte der Greis, indem er ſich wieder emporrichtete:Du

Ff.