wieder,— für immer und ewig zum letzten Male.— Denn ach, dieſen bleichen, abgezehrten Zügen hatte der Tod ſein unverkennbares Siegel aufgedrückt, und aus dieſer zuſammengefallenen Bruſt drang ſchon jenes unheimliche Röcheln her⸗ vor, welches das Nahen der Scheideſtunde zu ver⸗ künden pflegt.
Tief erſchüttert lehnte der Sohn einen Augen⸗ blick an der Thür, und ein ſchmerzlicher Ausdruck umdüſterte ſein Antlitz. Die Stunde, nach der er ſich lange Jahre mit ſchmerzlicher Ungeduld ge⸗ ſehnt, dieſe Stunde des Wiederſehens war nun da, und doch ſollte ſie zugleich eine Stunde des Scheidens für immer ſein.
Der Kranke rief wieder des Sohnes Namen, und mit welcher bangen, ſchmerzvollen Pein!
„Hier bin ich, hier bin ich! mein Vater! Be⸗ reit, Deinen Segen zu empfangen, und Dich um Vergebung anzuflehen flür die Verirrungen meiner Kindheit!—“
Wie der Sohn ſo ſprach, und mit Thränen im Auge an dem Bette des Sterbenden nieder⸗ kniete, richtete dieſer ſich raſch empor, und ſtarrte aus gläſernen, ſchon erlöſchenden Augen den Knien⸗ den an.
„Wer darf ſagen, daß er mein Sohn iſt? ſagte er dumpf, mein Sohn, der lange geſtorben! Der nicht da iſt, die Rache auf ſich zu nehmen,


