Teil eines Werkes 
3. Theil (1860)
Entstehung
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jj.

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Muth hatte, arm zu ſein und mich loszuſagen von all dieſem heuchleriſchen Schein, mit welchem die Menſchen ihre Jämmerlichkeit überprunken. Ich lehrte meine Kinder arbeiten und ſich ihr Brod verdienen, und die Arbeit ward ihr Troſt und ihre Freudigkeit. Wir haben, was wir bedürfen, und wir entbehren nichts, weil wir wenig bedürfen, wir ſind glücklich. So ſoll es bleiben! Und wenn ich dennoch hie⸗ her kam und dieſen Betrug, welcher mich eines rei⸗ chen Erbes berauben ſollte, enthüllte, ſo geſchah es, weil ich ein Werkzeug war in der Hand Gottes, weil durch mich dieſes heuchleriſche, fromme Weib entlarvt werden, weil ich die Rächerin ſein mußte ihrer Ver⸗ gangenheit. Gott ſtraft ſie durch meine Hand, möge ſie ſich beugen unter dem Willen des Herrn, und in Demuth und Reue Den ſuchen gehen, wel⸗ chen ſie in dem Hochmuth und Stolz ihres Herzeus lange zu finden gemeint hatte! Ich verachte dieſe Reichthümer, und ſo werfe ich ſie von mir!

Sie nahm mit einem raſchen Griff den in Gott⸗ holds Handſchrift geſchriebenen Entwurf jenes Co⸗ dicills vom Tiſche und zerriß ihn.

Frau Baronin Elsleben, ſagte ſie, die zerriſſenen Papierfetzen zu ihren Füßen niederwerfend, Sie haben Recht, dies war der einzige Beweis, welcher gegen Sie zeugte, er iſt vernichtet! Ich nehme meine Anklage zurück! Es war Alles ein Traum! Treten Sie Ihre Erbſchaft an!

Die Baronin Elsleben fuhr empor, wie von einer Natter verwundet.

Nein, nein, ſchrie ſie wild, ich will keine Groß⸗ muth von dieſer Frau; ich haſſe ſie, ich würde ſie tödten, wenn ich es vermöchte. Sie ſoll mich nicht zu Boden ſchmettern durch ihre Großmuth! Nein,

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