Teil eines Werkes 
3. Theil (1860)
Entstehung
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Lude nickte mit dem Kopfe und ſchnitt ſcheußliche Geſichter vor Wonne.

Ich dachte, es wäre ein Hund drin! ſagte die alte Sängerin.

Nee, es is meine Katze, rief Lude mit einer neuen Exploſion des Gelächters.

Aber wahrhaftig, wenn ich's nicht wüßte, daß es mein Affenfell iſt, ſagte Madame Albratti, ſo würde ich es für einen wirklichen Affen halten.

Nicht wahr? Und man ſieht gar nicht, daß'n Loch. drin is, wo ick die Mietze rinn geſteckt habe, ſagte Lude ſtolz, denn ˙s ſitzt unter de Jacke, und grade darum habe ick ihm die Jacke gemacht. Aber na nu, adje!'s geht los! Und jetzt bin ick Italiener.

Er nahm ſeinen Affen, dem am Fuß eine kleine Kette befeſtigt wurde, auf den Arm, grüßte gravitä⸗ tiſch mit einem buon giorno und verließ ſtolz und wohlgemuth die Familienhäuſer, um ſich der Stadt zuzuwenden.

Die einſamern Straßen durchſchritt er, ohne an⸗ zuhalten, denn er hatte beſchloſſen, zuerſt die ſtattli⸗ chen Häuſer unter den Linden und in den angrenzen⸗ den Straßen aufzuſuchen, weil Amintha ja bei einem vornehmen Herrn wohnte und die vornehmen Leute, wie er wußte, gemeinhin in dieſer Gegend wohnten.

Und ſo glückte es ihm ziemlich gut. Die Thü⸗ ren wurden dem italieniſchen Knaben, welcher mit einem buon giorno kam, viel leichter geöffnet, als einem deutſchen Bettler, der zu ſeiner Empfehlung nichts hatte, als ſeine Armuth und ſein Elend. Den Italiener mit dem Affen ließ man ein, und der Affe machte ſeine Capriolen, und wenn er miaute, lachten die Zuſchauer fürchterlich und meinten, er mache es ſehr natürlich, gerade wie eine Katze, und die Affen ſeien doch höchſt drollige Geſchöpfe, die Alles nachzu⸗