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da rinner. Aber wie das ſchön gemacht is, ſehen Sie mal, der Kopf is doch ſo natürlich, als wenn'’s lebt, und wenn man da was Lebendiges dreinſteckt, ſo muß es grade ſind, als wenn's'u wirklicher Affe wäre.
Wenn's Dir ſo ſehr gefällt, will ich es Dir ſchen⸗ ken, ſagte Madame Albratti vornehm, und Lude nahm mit Freuden das Geſchenk an.
Die nächſten Tage war er ſtill und ſinnend. Große und ernſte Gedanken ſchienen ihn zu beſchäftigen, denn nie hatte man ihn ſo grauenvoll ſchielen und ſo entſetzliche Geſichter ſchneiden ſehen, auch hatte er nie ſeine Finger ſo langſam und würdig das ſchöne „Heil Dir im Siegerkranz“ knacken laſſen.
Dann, an einem ſchönen Morgen, trat er mit freudeſtrahlendem Geſichte in Madame Albratti's Ge⸗ mach, die eben beſchäftigt war, ſich ihr Haar mit Dinte aufzufärben.
Madame Albratti, ſagte er energiſch, das Mittel is gefunden, ick weiß'n Mittel, Amintha aufzuſuchen und in die Wohnungen ringelaſſen zu werden.
Na, da bin ich doch neugierig, was das für ein Mittel iſt, ſagte die alte Sängerin ungläubig.
Ick werde Italiener, rief Lude entſchloſſen.
Italiener?
Ja, und als ſo'n Italiener führe ick'nen Affen rum! Des is jetzt ſehr Mode, und ick kenne drei italieniſche Jungens, die hier nach Berlin gekommen ſind mit ganz miſerable Affen, wofür ihnen keiner 'nen Sechſer geben thäte, wenn ſie nicht Ausländer wären und ganz gebrochen Deutſch ſprechen thäten. Aber darum ſo, weil ſie fremd ſind, giebt ihnen Jeder was und läßt ſie rinnkommen. Und nun ſo werde ick alſo auch Italiener und führe'nen Affen rum.
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