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haftig werden, welches Menſchen nicht geben können, weil es nicht von dieſer Welt iſt, jenes Glückes, das nur Denen wird, welche ſich ſelbſt überwunden und die heilige Läuterung der Schmerzen erfahren haben. Mit dieſem Glücke ſegne Sie Gott und gebe Ihnen Frieden!
Frieden! ſeufzte Emmy und neigte ihr Haupt, um den Myrthenkranz aus Joſeph's Händen zu empfangen.
Die Baronin kam jetzt, um Emmy hinunter zu führen in den Salon. Sie war ſo beſchäftigt mit ſich und Emmy's Toilette, daß ſie des Paters ſichtliche Zerſtörung gar nicht bemerkte, denn ſie wiederholte ſich leiſe in Gedanken die herrliche und tiefergreifende Rede, mit welcher ſie im Salon, im Beiſein der Gäſte, Emmy von ihrem mütterlichen Herzen ent⸗ laſſen und ihrem Verlobten übergeben wollte.
Hier, in dieſem einſamen, ſtillen Zimmer, wo Niemand ſie hören und bewundern konnte, hatte ſie daher ihrer Tochter nichts zu ſagen. Sie nahm ſchweigend ihren Arm und führte Emmy hinunter in den Salon; ſchweigend folgte ihnen Pater Joſeph.
Im Salon waren die Gäſte ſchon verſammelt, eine ſehr glänzende und ſehr fromme Geſellſchaft, unter denen Fürſt Alexiew von Pomowsky wie eine Erſcheinung aus einer fremden Welt ſich ausnahm. Ein Gemurmel der Bewundernng ging durch die Verſammlung, als Emmy an der Hand ihrer Mutter erſchien, und Fürſt Alexiew ſagte ganz in Extaſe zu ſeinem Nachbar: dieſe Braut könnte mich weinen machen. Es iſt eine rührende Schönheit, ganz Un⸗ ſchuld und Poeſie, und deshalb möchte ich weinen, weil ſie verdammt ſein ſoll unter Menſchen zu leben und täglich den Aetherſtaub ihrer Schwingen von rohen Händen abgeſtreift zu fühlen. Sehen Sie doch, ſie ſieht aus, wie die Lilie des Erzengels, und vor


