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ſchließen, und Gottes Segen ſei mit Ihnen, meine hochverehrte, würdige Freundin!
Und die Baronin ſetzte von dieſer Stunde an Alles in Bewegung, um ſo raſch als möglich ihr Ziel zu erreichen.
Es iſt gar zu läſtig eine heirathsfähige Tochter neben ſich zu haben, wenn man ſelbſt noch jung iſt, dachte ſie. Stehe ich erſt allein da, als unabhängige Beſitzerin eines bedeutenden Vermögens, dann wird man mich nicht mehr für eine Matrone halten, und ich habe nicht mehr nöthig, mich immer nur als Mutter zu betrachten. Fürſt Alexiew iſt jetzt frei, und wenn mein Plau gelingt, ſo,— auch habe ich einen weit edleren Grund, Emmy's Verheirathung zu wünſchen, fuhr ſie fort, und nahm plötzlich einen ernſten frommen Ausdruck an, denn es lag ihr daran, Gott für ihren Plan zu gewinnen, und deshalb wollte ſie ihn glauben machen, daß ſie eigentlich nur um ſeinetwillen Emmy's Verheirathung wünſche.
Ja, ein weit edlerer Grund iſt es, der mich hier zum raſchen Handeln zwingt, ſagte ſie. Denn ſo lange Emmy unverheirathet iſt, muß ich um irdiſcher Vor⸗ theile willen das Heil ihrer Seele unberückſichtigt laſſen, und gefährde ſogar mein eigenes, indem ich, wider meine Ueberzeugung, ſie in ihrem irrigen, götzen⸗ dieneriſchen Glauben eehalten muß. Aber wenn ſie verheirathet und ſomit dieſe irrſinnige Teſtaments⸗ klauſel erfüllt iſt, dann ſoll es mein heiligſtes Be⸗ ſtreben ſein, Emmy dem wahren und allein ſelig⸗ machenden Glauben unſerer heiligen evangeliſchen Kirche zu gewinnen. Dn ſiehſt alſo, mein Gott, daß ich nur für Dich und zu Deiner Verherrlichung handle, gieb mir, Deiner treueſten Dienerin, alſo auch Deinen Segen zu dem frommen Werke, welches ich beginne!


