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Auch Vorſtellungen und Ermahnungen möchten nichts fruchten.
Nun ſo mag ſie ihn immerhin lieben, rief die Baronin, aber das darf ſie nicht hindern, Alfred von Wülfingen zu heirathen.
Das meine ich auch, ſagte Gotthold mit frommem Blick gen Himmel, die heilige, von Gott eingeſetzte Ehe allein kann ein Schutz und Damm ſein gegen dieſe verbrecheriſchen Triebe, mit welchen der Satanas Ihre Tochter zu verſuchen trachtet. Eilen Sie alſo, dieſen Verſuchungen des Teufels einen Damm zu ſetzen, indem Sie Ihr Kind unter den Schutz der Ehe geben. Der Herr iſt mit Ihnen und wird Ihr Werk, zu welchem die Mutterliebe und die Mutter⸗ ſorge Sie berufen, ſegnen mit dem herrlichſten Ge⸗ lingen!
Und dieſe Ehe iſt um ſo wünſchenswerther, ſagte die Baronin, als ich dadurch endlich von dieſem widerlichen Zwang befreit werde, der mir jetzt ge⸗ wiſſermaßen die Hände bindet. Sie wiſſen, daß mein alberner ſeliger Gemahl in ſeinem närriſchen Teſtament die Beſtimmung getroffen, daß erſt nach Emmy's Verheirathung ich zum unbeſchränkten und unbeſtrittenen Beſitze der mir vererbten Hälfte ſei⸗ nes Vermögens gelange, während bis dahin nur die Hälfte der Zinſen mir zur Verfügung ſteht, das Uebrige aber zum Kapital geſchlagen wird.
Und die andere, noch ungünſtigere Beſtimmung nicht zu vergeſſen, ſeufzte Gotthold. Wenn Ihre Puchkon vor der Verheirathung ihren Glauben wech⸗ ſelt, ſo—
Fällt das ganze Vermögen meiner wahnſinnigen Schwägerin, der Baronin Hermfeld, anheim, unter⸗ brach ihn die Baronin.
Eilen Sie alſo, dieſe Ehe ſo raſch als möglich zu


