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um der Rarität willen mein Wort halten und Ihrem Glauben Ehre machen will, ſagte Chriſtian düſter. Gut denn, ich ſchwöre Ihnen bei Gott und beim Teufel, daß ich keinem Menſchen auf der ganzen Welt ſagen will, wer Sie ſind, wie Sie heißen, und woher ich Sie kenne, ich ſchwöre es Ihnen, wenn Sie mir dafür geloben, mir gutwillig zu folgen und zu thun, was ich von Ihnen fordere.
Ihr wollt mich keinem Manne verkaufen es ſei, wer es ſei?
Nein, gewiß nicht! Vielmehr ſollen Sie uns Dienſte von ner ganz andern Art leiſten!
Nun, was es auch ſei, ich werde den Muth haben, es zu thun, wenn ich mir damit Ihr Schweigen er⸗ kaufen kann.
Ich hab's geſchworen, ſagte Chriſtian energiſch, und ich werde mein Wort halten, ſo wahr ich Chriſtian Schmidt heiße. Ein Dieb hält auch ſein Wort, das ſollen Sie ſehen! Und'ne Perrücke wol⸗ len wir Ihnen aufſetzen, daß, ſo wahr Gott lebt, Niemand Sie erkennen ſoll! Na, jetzt kommen Siel
Schweigend wandelten ſie beide in die Stadt zu⸗ rück durch die noch nächtlich dunklen Straßen dahin. Chriſtian hatte ihr Anfangs den Arm geboten, weil ſie, wie er ſagte, des Weges nicht kundig ſei. Sie aber hatte ſeinen Beiſtand abgelehnt und wanderte ſtumm neben ihm her. Sie gingen ſo raſch, daß ſie ſich end⸗ lich erſchöpft fühlte und etwas zögerte, etwas hinter ihm zurückblieb. Chriſtian achtete. anſcheinend nicht darauf, denn er ging eben ſo raſch weiter. Sie aber ging langſamer, ſchon waren einige Schritte Entfer⸗ nung zwiſchen ihnen, und jetzt ſprang Julie mit einer ſchnellen, haſtigen Bewegung ſeitwärts, und begann im eiligen Lauf zu entfliehen. Aber ſchon nach wenigen


