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Aber dies darf nicht ſein, Eduard. Du mußt ein Weib ſuchen, welches Du lieben könnteſt, die Dir eine Häuslichkeit bereiten, die Dir Kinder geben ſoll, deren Vater Du biſt! O, Eduard, ſage nicht, daß unſere Zukunft frendenleer ſein ſoll. Gieb meinem armen getäuſchten Herzen den Troſt, daß Du mindeſtens glücklich biſt. Und bin ich denn gegangen, um Deinem Weibe zu weichen, nun wohl, fülle den leeren Platz aus, führe ein Weib in Dein Haus, und ich will ſie lieben und niemals mich unglücklich nennen!
Nein, nein, rief er heftig, Du allein ſollſt wieder Herrin ſein in meinem Hauſe! Dieſe Ehe, zu welcher Täuſchung und Lüge Dich gezwungen, ſie muß gelöſt werden, Du wirſt wieder mein werden, meine Schwe⸗ ſter, und nicht mehr die Gattin dieſes Mannes, wel⸗ chen ich haſſe, und den Du niemals lieben darfſt und kannſt!
Soll ich eine Meineidige werden? Soll ich ein Gelübde brechen, das ich freiwillig geleiſtet?
So willſt Du um einer Chimäre willen Dein Glück opfern?
Iſt es denn ſeine Schuld, daß ich ihn nicht lieben kann? Und dann, wenn ich ſelbſt ſchwach genug wäre, dieſe Bande abwerfen zu wollen, Gotthold wird nie⸗ mals darein willigen?
So werden wir ihn zwingen! rief Eduard ſtürmiſch. „Mit welchen Mitteln? fragte ſie ſchmerzlich. Meine Abneigung genügt dazu nicht, und wenn er mich auch nicht zwingen kann, ihn zu lieben, ſo kann er mich doch zwingen, bei ihm zu bleiben, mit ihm zu leben!
ch muß mein Geſchick tragen, weil ich mich ihm unterworfen habe, und weil ich vor Gottes Altar geſchworen, ſein Weib zu ſein, ſo muß ich mein Wort löſen und meine Pflicht erfüllen. Kein Geſetz der Welt aber kann ja die Schweſter zwingen, ihren Bru⸗


