Teil eines Werkes 
2. Theil (1860)
Entstehung
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zum Trotz. Nein, rief ſie faſt laut, ich will, ich muß fort, denn ich liebe ihn, und ich will ihn nicht unglücklich machen!

Und gleichſam fliehend vor der Schwäche ihres eigenen Herzens ſtürzte ſie aus dem Zimmer. O, dort hinter jener Thür, da war Er, den ſie niemals wieder ſehen, deſſen Stimme ſie niemals wieder ver⸗ nehmen ſollte. O, könnte ſie doch mindeſtens ihm Lebe⸗ wohl ſagen, Lebewohl für dieſes ganze troſtloſe Leben!

Nein, nein, vorüber an dieſer Thür, hinter welcher ihr Glück weilt und ihre Liebe! Sie muß fort, dem Unglück zu folgen, welches ſie ruft, ſie, die Leibeigene, die Sclavin des Unglücks!

Schon iſt ſie die Stiege hinab, ein Druck und die Hausthür iſt auf. Es iſt geſchehen! Der kalte Morgenwind ſchneidet ihr in's Geſicht, ſie fühlt es nicht mehr, wie betäubt tritt ſie hinaus auf die Straße. Hinter ihr fällt die Thür ins Schloß. Sie iſt wieder hinausgeſtoßen in die Welt!

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