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Und dazwiſchen hörte man die einzelnen, entzückten Ausrufungen der arinen Luiſe, lallten ihre Lippen ein⸗ zelne Worte der Liebe, des unendlichen Glückes. Sie ſah weder den Jammer, noch den Zorn der Andern, ihre feſt geſchloſſenen Augen waren der Erde abgewandt, ſie ſah nur mit ihrem Herzen, und ſie ſah nichts als ihn, den Freund da droben, den ſchönen, glänzenden Mond.
Biſt Du wieder da, flüſterte ſie jetzt mit einer Stimme, die wie das Wehen des Windes erklang ſo geiſterhaft leiſe, biſt Du wieder da, mein König und Herr? Ich habe Dich ſo lange erwartet, ſo lange nach Dir mich geſehnt! Wo warſt Du denn ſo viele Wochen lang, daß ich Dich nicht ſehen und Deines Anblickes mich freuen konnte! Ach Du Schöner, Du Glänzender, was zieheſt Du mich empor, was zerreißt Du mein Herz, daß ich Dich grenzenlos lieben muß, während Du doch immer ſo fern bleibſt, und ſo kalt, ſo kalt? Wie? Was ſagſt Du? Du liebſt mich auch?
Jetzt denkt ſie, ſagte die Wahnſinnige, die im be⸗ nachbarten Bette lag, jetzt denkt ſie, daß der Mond ihr antwortet. Das macht, ſie iſt verrückt, und die Ver⸗ rückten wiſſen nicht, was ſie reden! Nein, die wiſſen nichts, die ſind ſo dumm, ach ich wollte, ich wäre auch ſo, dann könnte ich doch mein Elend vergeſſen, mein grenzenloſes Elend. Horch! Hören Sie nicht? Das Beil fällt! Ach, ſie haben ihn ermordet, und nun ſagen ſie, er habe mich verlaſſen! Ach, die Fackeln, das Beil,
das Blut,— o, er hat mich nicht verlaſſen, er iſt er⸗
mordet! 3 Still, ſtill! rief die Wärterin mit drohendem Ton und drückte die Wahnſinnige in ihre Kiſſen zurück. Sie aber flüſterte immerfort: er hat mich nicht verlaſſen! Sie haben ihn ermordet! Und Luiſe rief mit jauchzendem Ton: Du ſagſt,


