Teil eines Werkes 
1. Theil (1860)
Entstehung
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des Paradies erſcheinen, wenn Du denkſt an dieſes Haus des Schreckens, das Du ſoeben verlaſſen; falle nieder auf Deine Kniee und danke dem großen Geiſte der Welten, danke Dir ſelber, daß Du entfliehen konn⸗ teſt, entfliehen durfteſt dieſem unheilsvollen weißen Hauſe, das man die neue Charité nennt.

Und doch, wo könnteſt Du ſtolzere Männer und reichere Weiber finden, als eben in dieſem Hauſe, wo hörſt Du lauteren Jubel und tobendere Luſt, als wenn Du dieſe langen Corridore entlang gehſt und horchend Dein Ohr an die Thüren all dieſer Gemächer legſt? Wo ſonſt findeſt Du ſo viel Hoheit, ſo viel Größe, ſo viel gekrönte Häupter, ſo viel jauchzende Weisheit, wo ſonſt wäre es Dir vergönnt, den Hei⸗ land zu ſehen, wiederauferſtanden von den Todten, ja, Gott ſelber zu ſchauen in ſichtbarer Geſtalt, oder ſeinen Stellvertreter auf Erden, den Papſt, zu erblicken? Hier werden Throne verſchenkt und Kronen zertreten, hier plaudert die Weisheit ihre verſchwiegenſten Schätze aus und enthüllt die Göttlichkeit ihre tiefverborgenſten Myſterien, und alle dieſe Glorie und Größe, alle dieſe Pracht und Wonne, aber auch all dies uner⸗ meßliche Elend und dieſe nimmer endende Qual, ſie iſt das Werk eines großen allmächtigen Zauberers, den menſchliches Wiſſen nimmer ergründet hat, der mächtiger iſt als all unſere irdiſche Weisheit, und an dem alle unſere Mittel und Talismane machtlos ab⸗ prallen, dieſer Zauberer, es iſt der Wahnſinn.

Ja, der Wahnſinn hat ſeinen Thron aufgeſchlagen in dieſem Hauſe, er wohnt mit ſeinem Jauchzen und ſeiner Luſt, mit ſeinem Jammer und ſeinem Weh in den untern Räumen dieſes ſtolzen Gebäudes, Du hörſt ihn zu jeder Stünde, ſei es Tag oder Nacht, hier ſeine unheilsvollen Hymnen ſingen, er leuchtet Dir entgegen aus dieſen durchfurchten Angeſichtern, aus