Teil eines Werkes 
1. Theil (1860)
Entstehung
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Zie neue Charité.

Die Charité, das iſt das finſtere, unheilsvolle Wort, das den Armen erbeben macht, das ſeine zitternde Seele mit Schrecken und Grauen erfüllt und ihm wie ein offenes Grab erſcheint, in das er lebend hinunterſteigt, um es nur als eine Leiche wieder zu verlaſſen. Die Charité, das iſt ihnen ein Ort des Entſetzens und der Schande, und dahin gebracht zu werden, heißt ſeine Armuth und ſeine Verlaſſenheit manifeſtixen und aller Welt es ſagen, daß man auf Erden keinen Freund weiter hat, als das Elend und die öffentliche Barm⸗ herzigkeit. Wie übertrieben dieſe Anſicht auch ſein, wie thöricht dieſe Furcht auch den Gebildeten und beſſer Unterrichteten erſcheinen mag, der Arme hat ſich noch bis auf dieſe Stunde dieſes angſtvolle Entſetzen vor der Charité bewahrt, und nur die äußerſte Noth oder die verzweiflungsvollſten Schmerzen treiben ihn, Hülfe zu ſuchen in dieſem großen, pallaſtartigen Ge⸗ bäude, das ſich am Ende der Louiſenſtraße, inmitten eines Gartens, umrankt von Stauden und rauſchen⸗ den Bäumen, erhebt, und deſſen Inneres angefüllt iſt mit jeglicher Art des Elends und der Schmerzen.