Teil eines Werkes 
1. Theil (1860)
Entstehung
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ſingplatte, Hammer und Nägel, und ſagte: das iſt der letzte Schimmer unſeres frühern Glanzes, den wir uns trotz unſerer Armuth erhalten können.

Dann befeſtigten ſie auf der äußern, nach dem Corridore führenden Seite der Thür, das Schild, und Louiſe ſagte, es betrachtend, faſt mit Lachen: wie das drollig ausſieht, inmitten dieſes düſtern, ärmlichen Ganges. Die Meſſingplatte glänzt wie eine Gold⸗ mine in einem düſtern Schacht, und dann dieſe pomp⸗ hafte Inſchrift: Frau von Herinfeld, geborne Freifrau von Elsleben!

Nicht wahr, es klingt komiſch, aber ich wette, meine Frau Schwägerin, die Freifrau von Elsleben, wird es minder komiſch finden.

Das iſt recht, das gefällt mir, ſagte plötzlich eine Stimme hinter ihnen, und als ſie ſich umwandten, gewahrten ſie ein altes Weib, das unter der Thür ſtand und mit neugierigen Blicken im Zimmer um⸗ herſchaute.

Aber das iſt ja eine Einrichtung, wie für eine Fürſtin, fuhr ſie fort, desgleichen hat unſer Palais noch niemals erblickt. Potz tauſend, einen Sopha ſo⸗ gar, der kein Loch hat, und drei Stühle mit Rohrge⸗ flecht! Das iſt brillant!

Erſchreckt und ungewiß, ob das Weib im Ernſt oder Spott ſo geſprochen, ſtanden Louiſe und ihre Mut⸗ ter ſchweigend da und betrachteten die Alte, die noch immer unter der Thüre ſtand und im Zimmer um⸗ herſah. Sie mochte funfzig Jahre zählen, und ihr braunes Antlitz zeigte von mannigfachen Sorgen und Stürmen, welche dieſe tiefen Runzeln und Furchen durch daſſelbe gezogen. Nur ihre kleinen blitzenden Augen hatten ſich noch ein jugendliches Leben bewahrt, und um ihre ſchmalen, gekniffenen Lippen ſchwebte ein gewinnendes, gutmüthiges Lächeln. Ihre Klei⸗