Teil eines Werkes 
1. Theil (1860)
Entstehung
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wandt, ſo muß er es auch aus demſelben gut ver⸗ zinſt zurück erhalten können, und muß ſicher ſein, keinen Schaden zu erleiden für all' ſeine Barmherzig⸗ keit und Milde!.

Und das nennen Sie barmherzig, ſagte die Frau mit einem bittern Lächeln, das nennen Sie milde, wenn ein reicher Mann, ein adlicher Herr auf die Armuth ſpeculirt, und ihr Häuſer baut, nicht um der Armuth behülflich zu ſein und ihr eine Zufluchtsſtätte zu bereiten, ſondern um Vortheil zu ziehen aus der

Armuth. Das nennt Ihr barmherzig, wenn der

Arme, noch bevor er unter dies Dach getreten, ſein kümmerlich erworbenes Geld hingeben muß für Et⸗ was, das er noch nicht genoſſen, für ein Zimmer, das er noch nicht betreten!.

Und warum kommt Ihr hierher, fragte der In⸗ ſpector barſch, warum kommt Ihr, wenn Euch dieſe Bedingungen nicht gefallen?

Warum? wiederholte die Frau ſeufzend. Sie wiſſen es wohl! Ich komme, wie Alle, die vor mir hieher gekommen! Die Noth zwingt uns, und auf dieſe Noth habt Ihr ja auch ſpeculirt. Kein anderer Hauswirth erlaubt es, daß man Wochenweiſe ſeinen Miethszins bezahlt, und doch wird es uns armen Leuten leichter, wöchentlich einige Groſchen, als vier⸗ teljährlich mehrere Thaler zu bezahlen. Das haben Sie eingeſehen, und deshalb haben Sie dieſe Ein⸗ richtung getroffen, denn nun ſtrömen die Armen Ihnen zu und wollen wohnen in dieſen Hänſern. Ihr erkennt alſo doch an, daß dieſe Einrichtung eine Wohlthat iſt? fragte der Inſpector. La, ich erkenne es an, ſagte die Frau und hier iſt der Miethszins für die nächſte Woche! Nehmt! Sie reichte dem Inſp xcctor einige Geldſtücke hin, die dieſer annahm, und vann minder ſtrenge ſagte: