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Feeuden ihrer Phantaſieſpiele entriſſen, ſchleichen die Kinder der Armuth wieder zurück in die trübe dumpfe Schulſtube, um ſich unterweiſen zu laſſen, wie man ſich beſchäftigt, um unterrichtet zu werden in der Arbeit, die ihre ganze Zukunft, ihr ganzer Lebensinhalt ſein wird.
Zögernd, langſam wollten auch heute die Kinder ſich dieſem mahnenden Rufe fügen, als ein neues, ſeltenes Schauſpiel ihre ganze Aufmerkſamkeit in An⸗ ſpruch nahm, und ſie ihrer Pflichten vergeſſen ließ. Mühſam von einem magern, alten Gaul gezogen, fuhr ein elender Wagen in den Hof, bepackt mit allerlei unſcheinbarem Hausgeräth, unanſehnlichen Stühlen und Schränken. Aber Denen, die neben dieſem Wagen her gingen, ſchienen dieſe Dinge wichtig und köſtlich, denn es war ihre ganze Habe, ihr ganzes Beſitzthum, das Einzige, welches ſie mit dem glücklichen Gefühl der Zugehörigkeit betrachteten, und ſie behüteten es mit ihren Blicken, angſtvoll, es möge bei dem Rollen des Wagens irgend eins dieſer Dinge herabfallen, oder zerſchellen. Jetzt hielt der Wagen inmitten des Hofes an, und die beiden Frauen, die zur Seite deſſelben gegangen, ſchickten ſich an, mit Hülfe des Fuhrmanns, die Sachen abzuladen, und auf den Hof zu ſtellen. Mit ſchweigender Auf⸗ merkſamkeit hatten die Kinder dieſem Schauſpiel zu⸗ geſehen, als aber jetzt hinter dem Wagen zwei Kinder zum Vorſchein kamen, wurden ſie von der verſam⸗ melten Schaar mit freudigem Jauchzen begrüßt, und Alles drängte und lief herbei, die Hände darzureichen, und den Ankömmlingen einen guten Tag zu bieten.
O, das iſt ſchön, daß Ihr kommt riefen die Einen.
Noch ein paar Spielkameraden! lachten die Andern.
Ach, Ihr ſollt ſehen, wie luſtig wir ſpielen, und wie wir tanzen und ſingen auf unſerm ſchönen, großen Hofplatz!


