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Troſt und d Linderun gab.““
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es Deine Stimme war, arme Tonina, die mir ein Zeichen gab von der ewigen Liebe.“
Tonina konnte nicht ſprechen vor ungeheurer Bewegung, laut ſchluchzend neigte ſie ſich über An⸗ tonio's Hand. Dann, ſich gewaltſam zuſammen⸗ raffend, hauchte ſie leiſe:„Ihr ſeid unglücklich, und ich kann Euch dai helfen, und möchte doch mein Herzblut für Euch hingeben! Ihr ſeid trau⸗ rig, und ich kann Euren Gram nicht lindern, und möchte doch mein Leben ausſtrömen um ein Lächeln Eures ſchönen Mundes!“
Antonio blickte ſie theilnahmsvoll an, und ſagte wehmüthig:„Armes Mädchen, iſt Dein Herz noch ſo weich und mitleidsvoll für fremdes Leid, o wie viel wirſt Du dann noch zu klagen haben in dieſer traurigen Welt. Weine nicht mehr! Mir kann Niemand helfen als Gott und die Palur, und dieſe werden es!“ K
„Und nun lebt wohl,“ fuhr er nach einer Pauſe fort, und einen Ring von ſeinem Finger ziehend, reichte er ihn Tonina hin.„Es iſt vielleicht heute das letzte Mal, daß wir uns ſehen, ſagte er, denn ich verlaſſe für immer Palermo. Nimm denn dieſen Ring zur Erinnerung an mich, und mögeſt Du dabei zuweilen des Mannes ge⸗ denken, der ihn Dir gab, und möge es Dir eine Freude ſein, zu denken, daß in der bitterſten Stunde ſeines Lebens Deine Stimme es war, die ihm


