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„Ihr waret dort,“ fragte Antonio erſtaunt, „dort an jener Stelle, wo Cäſar einſt ſtand, und Ihr ſeid nicht geſtorben vor Entzücken?“
„ Ihr ſeht, ich lebe,“ lächelte der Fremde,„und doch komme ich eben daher.“
„So waret Ihr auch wohl gar in Gallien,“ fragte Antonio,„ſaht die wilden Teutonen mit den Bärenfellen und den langen Locken und die muthige Tusnelda?“
„Gallien iſt längſt zu Grabe getragen,“ er⸗
wiederte der Fremde,„und man nennt es jetzt
Deutſchland.“ „Deutſchland!“ rief Antonio verwundert; „Gallien iſt Deutſchland? Ach dann bin ich ja ein halber Abkömmling dieſes wilden Volkes, und habe,“ fuhr er ganz leiſe fort,„habe doch noch ſo we⸗ nig gethan, noch nicht eine einzige kühne That!— Alſo Gallien iſt Deutſchland! Das Vaterland
meiner Mutter! O ich werde es auch ſehen, ich
muß es ſehen!“
„Aber es wird Ench wohl an Mitteln fehlen?“ forſchte der Fremde;„Die Reiſe iſt lang, und Ihr werdet des Geldes bedürfen.“
„Ich werde mir das Geld verſchaffen!“ rief Antonio heftig;„Nur ein entdeckter und ertappter Dieb war bei den Spartanern beſchimpft, ich werde ſchon klug ſein, daß man mich nicht entdeckt!“
Der Fremde lachte.„So wolltet Ihr das Geld ſtehlen, um zu reiſen?“ 5
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