umher und warfen ſich lachend und weinend zu⸗
gleich mit den leicht zuſammengerafften Schnee⸗ ballen; Weiber und Männer erſchienen an den Hüttenthüren, um nach dem Wetter zu forſchen und ſich zu überzeugen, ob die ungewohnte Kälte und der Schnee noch nicht nachgelaſſen. Dann wandten ſie ſich ſcheltend und zitternd vor Froſt in die Hütten zurück, um an dem ſchnell angefachten Kaminfeuer die fröſtelnden Glieder zu wärmen.
So waren Stunden vergangen, und nur in der Hütte, in welcher der Knabe Antonio neben der Leiche ſeiner Mutter ſchlief, war noch Alles ſtill und öde.
Doch auch hier ſollte es lebendig werden. Schritte näherten ſich der Hütte, die Thüre ward geöffnet und zwei Männer traten ein. Es war der Todtengräber mit ſeinem Knecht, welche kamen, die Leiche in ihr letztes enges Bette zu legen, und ſie in dem mitgebrachten, von rohen Brettern zu⸗ ſammengenagelten Kaſten fort zu tragen. Unſanft rüttelte der Todtengräber den ſchlummernden Kna⸗ ben, indem er mit rauhem Lachen ſagte:„Stehe auf, Antonio, und wenn Du Dich genug erwärmt haſt an Deiner Mutter da, ſo hilf uns ſie in dieſen Paradeſarg da bringen.“
Der Knabe fuhr empor, und fragte weiner⸗ lich:„Was wollt Ihr hier, und warum kommt Ihr, die Mutter zu ſtören? Seht Ihr denn nicht daß ſie ſchläft?““


