Teil eines Werkes 
2. Theil (1858)
Entstehung
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einiger Zeit viel gearbeitet. Der alte Kapitain in dem großen Sorgenſtuhle beobachtete das Meer und rauchte ſeine Pfeife in mächtigen Zügen.

Was iſt es, was Euch herführt? fragte Frau Lornſen, die ihre Gäſte begrüßte. Es iſt eine un⸗ gewohnte Zeit. Rede doch, Hanna.

Ich wollte Jens noch einmal ſehen, erwiderte die junge Frau mit feſter Stimme, und war nicht gewiß, ob er zu uns kommen würde.

Jens ſehen? rief die Mutter. Will er denn fort? Mein Gott! Jens, iſt es wahr?

Hier iſt ein Brief, Jens, ſagte Hilgen. Es liegt ein großes Schiff in der Lyſtertiefe, ein Ame⸗ rikaner.

Trägt Kreuzraaen und gekorbte Maſten, fiel der Kapitain ein. Habe den Burſchen heut früh durch mein Glas geſehen; luvte auf Silt zu und fiel dann ab, um in die Tiefe zu kommen. Scheint ein hand⸗ lich Fahrzeug zu ſein.

Ja, Mutter, ſagte Jens aufſtehend, nachdem er den Brief geleſen hatte. Es iſt Kapitain Cornelſen, der mich erwartet.

O Jens, lieber Jens! ſprach die alte Frau wei⸗ nend, ſoll ich Dich von mir laſſen, um nie wieder in Dein Geſicht zu ſehen?