Teil eines Werkes 
2. Theil (1858)
Entstehung
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Wenigſtens niemals ſo viele, Majeſtät, um je zu verleugnen, daß ich däniſch denke und empfinde.

Eine goldene Lehre! rief der König, indem er die Prinzeſſin anblickte. Deutſche Sympathien haben kei⸗ nen Raum in Dänemark, man muß däniſch denken und empfinden. Ich zweifle nicht daran, Sie werden unter allen Umſtänden Dänin ſein.

Gewiß, Majeſtät, ich glaube es behaupten zu können..

Der König nickte dem ſchönen Fräulein zu. Aber der Wahrheit die Ehre, ſagte er. Leſen Sie, ich werde zuhören. Was haben Sie da? Er deutete auf ein weißes Blättchen, das Lina aus ihrem Notiz⸗ buche genommen hatte.

Es iſt ein Gedicht, Majeſtät.

Von wem? fragte der König, Von Oelen⸗

ſchläger?

Ich glaube, erwiederte ſie mit einem übermüthi⸗ gen Blick auf Lornſen, daß wir unſere Heroen hier nicht nöthig haben. Es iſt dies ein kleines Gedicht

ooon einem unbekannten Verfaſſer. Ich fand es

jüngſt unter anderen Papieren und bewahrte es auf. Mit Ew. Majeſtät gnädigſter Erlaubniß werde ich dieſen Erguß poetiſcher und zarter Gedanken dem richterlichen Ausſpruch unterwerfen, obwohl es mir

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