— 17—
beitet, und den ich Ew. Majeſtät Gnade beſonders empfehle.
Ich habe von Ihnen gehört, ſprach der König, und Etwas geleſen, das mir wohlgefallen hat. Sie ſind ein Frieſe aus Silt?
Ja, Majeſtät. 1
Ihr Vater iſt ein wackerer Mann, ich denke, der Sohn giebt ihm nichts nach. Was haben Sie da?
Ein Buch deutſcher Gedichte, Sire.
Machen Sie Verſe? fragte der König in ſeiner rauhen ſcharfen Art. Sie haben Phantaſie, wie ich glaube. Kühlen Sie die ab. Phantaſie taugt nichts im Staatsdienſt, ſie verwirrt die Köpfe junger Leute..
DHerr Lornſen iſt unſchuldig, Majeſtät, begann die Prinzeſſin, als der König ſchwieg. Es galt hier einen Wettſtreit zwiſchen deutſchen und däniſchen Dichtern. Ich erſuchte Herrn Lornſen, ein deutſches Gedicht zu leſen, da Fräulein Hammerſteen es über⸗ nommen hat, für Dänemark in den Streit zu gehen.
Der König ſah zu Lina hin, welche neben ihrem Vater ſtand und ſich tief verneigte. Es ſcheint alſo, daß Sie keine große Anhänglichkeit für Deutſchland. beſitzen, Baroneſſe Hammerſteen?.
II. 2


