Teil eines Werkes 
2. Theil (1858)
Entstehung
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Niemand etwas dagegen einzuwenden haben. Ich bin überzeugt, daß mindeſtens die Hälfte der Bücher dort, deutſche Bücher ſind. Dieſe Deutſchen reimen, machen Verſe, ſingen Alles an, was in ihre Nähe kommt und ſchwärmen gleichmäßig verzückt über jede Sonne und jedes Gewürm. Aber iſt ihr Bombaſt Dichtung? Und in welcher Sprache geſchieht es?! Dieſe harten ziſchenden Töne ſind nicht gemacht für feine Ohren. Ich behaupte, daß ein ſüßes, zarten Empfindungen geweihtes Lied, weder von einem

Deutſchen gedichtet, noch weniger aber in deutſcher

Sprache wohllautend geſprochen werden kann.

Wir können ſogleich den Verſuch machen, ſagte die Prinzeſſin. Ich habe heut neue Bücher erhalten, darunter ſind Lieder von einem gewiſſen Heinrich Heine. Herr Lornſen wird die Güte haben, uns Eines davon vorzutragen, wir werden ein unpartei⸗ iſches Troubadourgericht bilden und Fräulein Ham⸗ merſteen verurtheilen, wenn unſer Spruch gegen ſie ausfällt. 8

Die Prinzeſſin holte ſelbſt das Buch und reichte es Lornſen. Ich finde viele dieſer Lieder ſehr ſchön,

ſagte ſie. Es weht ein entzückender Wald und Lenz⸗ duft darin; vertheidigen Sie unſere hartgeſcholtene Sprache, Herr Lornſen.