Teil eines Werkes 
2. Theil (1858)
Entstehung
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mit Ihnen dazu, Baron. Aber was geſchieht denn da? fuhr er fort, ſich gegen den Kreis der Prinzeſſin wendend. Unſer gezähmter Löwe ſtreitet mit Ihrer Tochter und worüber?

Ueber die Vorzüge deutſcher und däniſcher Kunſt und Literatur, wenn ich nicht irre, ſagte der Staats⸗ rath, oder über ein ähnliches Thema. Es iſt einer der gewöhnlichen Kämpfe in meinem Hauſe, fügte er hinzu, denn Lornſen iſt ein eben ſo entſchiedener Vertreter aller deutſchen Herrlichkeit im Reiche der Muſen, wie Lina Dänemark als deren eigentliches Vaterland erklärt.

Das Geſpräch über Dichter und Künſtler wurde wirklich mit größerer Lebendigkeit in der Nähe der Prinzeſſin geführt, als es ſonſt wohl Sitte in ſol⸗ chem Kreiſe iſt. Lornſen war mit ſeinen Urtheilen ſo ziemlich allein; aber die Prinzeſſin, ſelbſt wohlbekannt mit den großen Dichtern und der neuen Literatur, trat mit einigen Bemerkungen ihm von Zeit zu Zeit ermunternd bei. Ein großer Tiſch an der Seite des Zimmers war mit einer bunten Zahl der ver⸗ ſchiedenſten Bücher in prächtigen Bänden bedeckt, um in müßigen Stunden zur Unterhaltung zu dienen. Lina deutete darauf und ſagte: Wenn man die Deutſchen ein Volk von Schreibern nennt, ſo wird.