Teil eines Werkes 
1. Theil (1858)
Entstehung
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der Geſellſchaft, von dem Kammerherrn beſchäftigt, der ſeine ganze Liebenswürdigkeit in Beſchreibung ſeiner jüngſten Reiſe auf die ererbten Güter zu ent⸗ wickeln ſuchte, wo Alles italieniſch war.

Der Staatsrath hielt Lornſen bei der Hand und indem er ſeine Gäſte begrüßte, führte er ihn mitten in die Geſellſchaft.

Endlich ſieht man Sie wieder, Herr Lornſen, ſagte Lina, ihm entgegentretend. Welche wichtige Arbeiten ſind es denn, die Sie uns auf ſo lange Zeit entfremden können?

Niemand, erwiderte Lornſen, kann dies inniger bedauern, als ich; ich hoffe jedoch für alle meine Ver⸗ luſte mich entſchädigen zu dürfen.

Da die Thüren des Speiſeſaales eben geöffnet wurden, reichte er Lina den Arm und zum nicht ge⸗ ringen Aerger und grenzenloſen Erſtaunen der Gela⸗ denen, nahm er an ihrer Seite ſo ungezwungen Platz,

als gehöre er an keine andere Stelle. Die Nachricht

über Lina's bevorſtehende Verlobung hatte ſich ver⸗ breitet, und dieſer kleine gewählte Kreis glaubte, daß er beſtimmt ſei, Zeuge der erſten feierlichen Ent⸗ hüllung des Familiengeheimniſſes zu ſein. Ob der Kammerherr, ob Waldemar der beglückte Bräutigam

ſein würde, war das zu löſende Räthſel; welch Ent⸗