Teil eines Werkes 
1. Theil (1858)
Entstehung
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Dieſe gute Meinung werde ich nicht zu Schanden werden laſſen, erwiderte Jens.

Sagen Sie ihr das ſelbſt, rief der Baron, oder ſagen Sie ihr nichts, gleich viel, Sie haben eine ver⸗ trauende Freundin an Lina, Herr Lornſen. Ja, was ich Ihnen neulich ſagte, von einer Partie, das bleibt unter uns. Lina hat, wie alle Mädchen, ihre Launen. Sie hat dem armen Branden erklärt, es ſei ihr un⸗ möglich jetzt ſchon ſeine Wünſche näher zu überlegen und da ein Jahr bei ihm nicht viel ausmache er iſt zwei oder drei und vierzig, der arme Baron ſo wollte ſie ſich und ihn prüfen. Was Waldemar betrifft, ſo iſt die Sache ernſthafter. Er iſt ſtürmi⸗ ſcher, weil er jünger iſt, und begehrlicher, weil er zu fürchten hat. Er ſoll erſt Stellung gewinnen, der Kammerjunker behagt ihr nicht. Darin hat ſie Recht; ihr ſtolzer Sinn verlangt die Höhe des Lebens. Nun, Waldemar wird Kammerherr werden und dann irgend eine ehrenhafte Sendung oder Stellung er⸗ halten. Wir werden heut mit Beiden ſpeiſen, wahr⸗ haftig es iſt hohe Zeit. Kommen Sie, lieber Lorn⸗ ſen, ich begleite Sie hinunter; wir werden, wie ich denke, die Geſellſchaft ſchon beiſammen finden.

Die Freude, welche Lornſen empfand, belebte ihn im reichſten Maße. Sein Geſicht verlor den ſtillen,