Teil eines Werkes 
2. Band (1859)
Entstehung
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zufrieden, denn es hat ſich wunderbar gefügt! Und indem ſie mit Stolz ihren Kopf aufwarf, fügte ſie hinzu:So wollen wir heut' alſo doch ein Verlobungsfeſt feiern, ein unerwartetes doppeltes. Alle werden die Augen aufſperren und nicht wiſſen, wie ihnen geſchieht.

Gegen dieſe löbliche Abſicht der Frau Commercien räthin hatte jedoch Lorberg Einwendungen zu machen. Wir reiſen in wenigen Stunden, ſagte er.Im Hauſe des Herrn Baron von Feldheim wird gepackt, wir haben verſprochen, ſchnell wieder dort zu ſein. Auch meine Koffer ſind in Bereitſchaft geſetzt. Freilich mit anderen Abſich⸗ ten, fügte er lächelnd hinzu,aber doch zu demſelben Zwecke. Meine Verlobung mit Fräulein von Feldheim heute und hier zu veröffentlichen, ſtößt auf mancherlei Be⸗ denken und was die Ueberraſchung anbelangt, werthe Frau Commercienräthin, welche Sie Ihren Gäſten angedeihen laſſen wollen, ſo ſcheint mir dieſe noch vollſtändiger erreicht zu ſein, wenn ich dabei fehle und Sie meiner gar nicht gedenken.

Die Frau Commercienräthin bedachte ſich und ihre Augen begannen zum erſten Male mit der alten ſtolzen Sicherheit zu blitzen.Es iſt wahr, ſagte ſie,von dem, was hier geſchah, darf die Welt nichts erfahren. Unſere Geheimniſſe müſſen wir für uns behalten; es wäre ein Feſt für alle Läſterzungen, wenn ſie erführen alle dieſe Geſchichten. So gehen Sie denn, Herr Baron Lorberg,