Teil eines Werkes 
2. Band (1859)
Entstehung
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Lippen feſt zuſammen, und ſeine Augen ſahen ſo ſtarr auf den verwegenen Hauptmann, als wollte er ihn dafür durch⸗ bohren. Aber Seehauſen lächelte mit vollkommener Ge⸗ müthsruhe, und geſchmeidig ſich verbeugend ſagte er: Wie Sie wollen. Ich bedaure von Herzen, wenn Sie keine Zeit haben ſollten. Es würde mir ſehr leid thun! Aber wie Sie wollen.

Die unheimliche Empfindung kehrte bei dem alten Herrn zurück. Er überlegte einige Augenblicke, denn er

fühlte ein dringendes Verlangen, zu wiſſen, was Seehauſen

ihm zu ſagen habe. Es fiel ihm ein, was Jakob Wolf ge⸗ ſagt hatte, daß Lorberg mit dieſem Menſchen in intimem Verkehr ſtehe, daß er um Alles wiſſe, was jenen betreffe, und er war überzeugt, daß Seehauſen ſeinen Vertrauten verrathen wolle.

Betrifft es etwa Familienverhältniſſe? fragte er.

Es könnte wohl ſein, verſetzte Seehauſen, bedächtig nickend.

Lorberg, wie ich vorausſetze.

Ich ſehe, Sie ſind auf dem richtigen Wege.

Jakob Wolf hatte bisher ſchweigend ſeine Beobach⸗ tungen gemacht, jetzt erhob er ſeine Stimme.Laſſen Sie ihn ſprechen, den Herrn Hauptmann, gnädiger Herr! rief er,hören Sie zu, was er zu ſagen weiß. Es wird doch ſein das Beſte⸗

Der alte Herr war längſt derſelben Meinung. Von