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Ein unbeſchreiblicher Widerwille faßte den alten Herrn bei der Annäherung dieſes Mannes, den er auf's ſtärkſte verachtete und ganz vor Kurzem erſt als Vagabunden be— handelt hatte. Aehnlich einem ſolchen ſah Seehauſen auch aus. Sein Rock war allerdings nicht zerriſſen, und oben⸗ ein gab er ſich das Anſehen eines Mannes aus der beſſern Geſellſchaft, aber um ſo weniger vermochte er, den Anſtrich des Gemeinen oder Heruntergekommenen von ſich abzu⸗ ſchütteln. Er hatte ſich mit dem alten Frack herausgeputzt, den er beſaß, und ſeinen Paletot darüber gezogen, der nachläſſig an ſeinem Leibe ſchlotterte und mit Fett- und Staubflecken reichlich bedeckt war. Ebenſo ſchäbig ſah ſein Halstuch und ſeine Wäſche aus, und doch hatte er ſichtlich Sorgfalt darauf verwandt; der weiße fuſelige Kragen um ſein rothes Geſicht und die wüſten Leidenſchaften, welche ſich in dieſem mit dem Gemiſch von Schlauheit und er⸗ logener Treuherzigkeit lagerten, konnten den alten Herrn wohl zu dem Verlangen bewegen, ſich nicht mit ihm ein— zulaſſen.
„Ich habe Sie nicht erwartet, Herr von Seehauſen,“ ſagte er, indem er aufſtand.
„Das iſt ſchade, ſehr ſchade!“ antwortete der Haupt⸗ mann, ſüß zu ihm aufblickend.„Denn in dieſem Falle hätten ſich unſere Wünſche begegnet, es hätte eine Sym⸗ pathie ſchöner Seelen zwiſchen uns Statt gefunden.“
„Ich glaube nicht, daß dieſes der Fall ſein kann,“ ent⸗
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