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bewußte Herr hat keinen zu fürchten. Er wird mit leichter Mühe ſiegen.“
„Richard ſchwieg einige Augenblicke. Eine unmuthige Empfindung bemächtigte ſich ſeiner, er konnte den ſcherz⸗ haften Ton nicht länger behaupten.„Das ſagen Sie mir,“ antwortete er,„als ob Sie mir ein ganz beſonders großes Glück ankündigten!“
„Iſt es dies etwa nicht?“
„Glück!“ rief er, das Wort hervorſtoßend,„was iſt Glück?“ Wo iſt etwas, das man ſo nennt, was nicht auch Unglück genannt werden könnte!“
Er gab dieſe Antwort ſo laut, daß ein Vorübergehender,
der einen großen Regenſchirm aufgeſpannt hatte, unter welchem er ſich verbarg, denn es begannen Tropfen zu fallen, neugierig ſtehen blieb und mehr hören wollte; als Lorberg jedoch ſich nach ihm umwandte, ging er weiter und verſchwand. „Nehmen Sie meinen Schirm, er wird uns beide ſchützen,“ ſagte Fräulein Chriſtine,„dann werde ich Ihnen antworten, daß ich nicht Ihrer Meinung bin. Das wahre Glück des Menſchenlebens, nicht der falſche Schimmer, den man häufig ſo nennt, zerſtiebt nicht wie Welle und Wind, Herr von Lorberg.“
„Welches Glück meinen Sie, Fräulein Chriſtine?“
„Ich meine das Glück, das aus den edlen Eigenſchaften und Neigungen des Herzens ſtammt.“


