Teil eines Werkes 
1. Band (1859)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

262

Ganz vortrefflich! aber könnte er nicht einen Neben⸗ buhler haben?

Einen Nebenbuhler? Unmöglich wäre es nicht, ſogar nicht ganz unwahrſcheinlich.

Sie glauben es alſo?

Beinahe glaube ich es.

Sie kennen ihn?

So weit geht meine Beichte nicht.

Wenn ich Ihnen aber den Namen nenne, Fräulein Chriſtine?

Dann werde ich ihn hören.

Heißt er etwa Hermann von Feldheim? fragte er mit einiger Ueberwindung.

Hermann von Feldheim? lachte Fräulein Chriſtine. Ich habe nie von einem ſolchen Nebenbuhler gehört. Welche Gründe haben Sie dafür?

Es iſt ein Scherz, erwiderte er.Ich ſah zufällig neulich eine Dame, welche Fräulein Suſetten auffallend ähnelte, in Begleitung dieſes Herrn.

Aber warum überzeugten Sie ſich nicht eines Beſ⸗ ſeren?

Weil ich die Nähe dieſes jungen Herrn, ſo ſehr ich immer kann, vermeide.

Das muß ein ſchreckliches Weſen ſein, lachte die Lehrerin; doch welche Nebenbuhler auch ein liebenswür⸗ diges und reiches Mädchen unumgänglich umſchwärmen, der