Teil eines Werkes 
1. Band (1859)
Entstehung
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an Beiſpielen ſein eigenes Beiſpiel erläuterte; plötzlich aber drang eine Geſtalt in die Mitte dieſes Zauberkreiſes, und wie feſt er auch beide Hände über ſeine Augen deckte, er ſah ſie um ſo deutlicher. Da ſtand ſie in ihrem ſchwarzen Kleide mit dem dunkeln lockigen Haar und blickte ihn mit⸗ leidig an. Ihre Augen leuchteten wie Sonnen, es war, als würde Alles hell um ihn, und aufſpringend und ſeine Arme ausſtreckend, rief er mit leiſer, ſeufzender Stimme: Chriſtine! o, Chriſtine!

So blieb er ſtehen, ohne ſich zu regen. Von der Straße fiel ein Lichtſchein in das Zimmer, und eben ſchlug draußen eine Uhr. Der Gedanke, der ihn überkam, ſprach ſich in ſeinen haſtigen Worten aus.Wo mag ſie ſein? mur⸗ melte er.Ich muß ſie ſehen, muß ſie ſprechen! Alle Bedenken waren vergeſſen.

Er eilte durch die lebhaften Straßen, als hinge viel davon ab, denn er dachte daran, daß Chriſtine, wenn ſie bei Suſetten ſei, um dieſe Zeit gewöhnlich ſie verließ. Dahin alſo lenkten ſich ſeine Schritte, er wollte ſie dort ſuchen, und es war ihm, als müſſe er ſie finden. Was er von ihr wollte? Er gab ſich keinen genauen Aufſchluß darüber. Er wollte bei ihr ſein, es war ihm gleichgültig, ob man ihn bemerkte; er quälte ſich allein mit der Sorge, daß er ſie verfehlen könne. In einer der belebteſten Straßen wurde er aufgehalten. Ein Menſchenſtrom aus einem nahen Theater kam ihm entgegen, und vor einem ſtattlichen Hauſe