„Warum ſpielen Sie, warum wetten Sie, warum reiten Sie, warum jockeyen Sie!“ rief Jakob Wolf.
„Ja, warum, warum!“ lachte Lorberg. Der Eine muß Dies, der Andere Jenes thun. Jetzt helfen Sie mir aus der Klemme. Schaffen Sie mir Geld!“
„Wozu?“ fragte der Agent.
„Meine Schulden zu bezahlen.“
„Haben Sie Wechſel gegeben?“
„Wir geben uns keine Wechſel auf unſere Ehren⸗ ſchulden,“ erwiderte Herr von Lorberg hochmüthig.„Der
Wechſel ſind wir ſelbſt.“
„Dann laſſen Sie Sich ruhig proteſtiren,“ antwortete Wolf kaltblütig.
„Aber ich muß zahlen.“
„Wie heißt zahlen, wenn man nichts hat!“ rief der kleine Mann.„Sagen Sie den Herren Cameraden: War⸗ tet, bis ich zu Gelde komme, ſo werde ich mich einlöſen.“
„Sie verſtehen das nicht, Wolf,“ ſagte der junge Herr anfſtehend, indem ein helleres Roth ſein Geſicht färbte.
„Was bei Euch an der Börſe der Wechſel iſt, iſt bei uns unſer Wort, und wie Sie es als Unglück und Schande be⸗ trachten würden, wenn Sie Ihren Wechſel nicht einlöſen könnten, ſo betrachten wir es, wenn wir unſer Wort nicht halten. Helfen Sie mir alſo dieſes Mal noch.“
Jakob Wolf kam von ſeinem Pult und ſtellte ſich an
den Zahltiſch.„Haben Sie aufrichtig zu mir geſprochen,
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