bete Sie an, Wolf. Sie ſind das goldene Kalb, das Ihre Ahnen zur Anbetung erfanden und vor welchem jetzt die ganze Welt kniet.“
„Ich ſage Ihnen, Herr Baron,“ antwortete Jakob Wolf mit dem ſchwarzen Haarbuſch nickend,„das goldene Kalb hat ſeine Anbeter verlaſſen und iſt geſchmolzen und ver— ſchwunden, ſobald ſie dachten, es ſollte geben und geben ſein letztes goldenes Haar.“
„Was helfen alle Allegorieen!“ lachte der junge Herr, „es iſt beſſer, wir ſprechen ein verſtändliches Deutſch zu⸗ ſammen. Ich brauche nothwendig fünftauſend Thaler. Sie haben mir einige Mal Geld verſchafft.“
„Zwei Mal,“ ſagte Jakob Wolf.„Dreitauſend Tha⸗ ler und viertauſend Thaier, macht zuſammen ſiebentauſend in weniger als einem Jahr, ſeit der Herr Baron müngis geworden iſt.“ 1
Herr von Lorberg warf ſich in den Stuhl zurück und lachte noch einmal.„Was Sie genau rechnen können,
Wolf! Ich habe viel Geld gebraucht letzten Winter, und nun habe ich allerlei Unglück gehabt.“
„Das Geld verſpielt,“ nickte der ſ
„Unglücklich geſpielt und Wetten verloren und im Jockey-Club Unglück gehabt. Ein Pferd gekauft für zwei⸗ hundert Louis, das drei Tage darauf ein Bein brach. Nichts als Pech, theuerſter Wolf. Kein Glück, kein
Stern!“ 1
chwarze Haarbuſch.


