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„Sehr viel Ehre, Madame, ſehr viel Ehre!“ verſetzte der Agent.„Wollen Sie mir ein Geſchäft übertragen, ſo werde ich mit Vergnügen meine Pflicht thun. Ehe wir aber weiter ſprechen, haben Sie die Güte, den Riegel von der Thür aufzuziehen, der ſich zufällig vorgeſchoben hat.“
„Nicht zufällig,“ antwortete die Dame.„Ich ſchob ihn vor, weil ich bei dem, was ich Ihnen zu ſagen habe, nicht geſtört ſein will.“ 6
Eine außerordentliche Beſtürzung kam über den kleinen Mann. Seine Augen traten noch weiter hervor, und der ſchwarze Haarbuſch zwiſchen den beiden Schluchten auf ſeiner Stirn ſträubte ſich ſteil in die Höhe. Plötzlich er⸗ innerte er ſich, daß ſein Geldſchrank offen ſtand und daß eine bedeutende baare Geldſumme darin lag. Haſtig drehte er ſich um, ſchloß den Schrank zu, ſteckte den Schlüſſel in ſeine Taſche und knöpfte ſeinen Rock feſt zuſammen.„Wie ſo nicht geſtört, Madame?“ fragte er zurückkommend. Es iſt merkwürdig, bei Gott! merkwürdig, Madame!“
„Fürchten Sie nichts, mein Herr,“ ſagte die Fremde in einem Tone, der ſehr ſpöttiſch und verächtlich klang.
„Fürchten?“ ſchrie der kleine Mann, indem er zu lachen verſuchte.„Warum ſollte ich mich fürchten?“— Er ſtützte ſich auf eine Papierſcheere, die er wie einen Dolch ergriff und fuhr energiſch fort:„Wir wollen die Zeit nicht unnütz verlieren, Madame, denn ich habe bis zum Poſtſchluß dringend zu arbeiten. Ich gebe keine Darlehen und keine
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