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Täuschung und Wahrheit : eine Geschichte aus dem Leben / von Th. Mügge
Entstehung
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auf die nächſten dummen Streiche ihres theuren Freundes vorbereiten.

Wilhelm eilte inzwiſchen in ungeſtümer Haſt durch die Straßen, bis er Hartfeld's Wohnung erreichte. Sein Herz ſchlug vor angſtvoller Erwartung; er fürchtete einen Auflauf zu finden, das Haus von Polizeiwachen und Ge⸗ richtsperſonen beſetzt zu ſehen, allein es war nichts davon zu erblicken. Er ſprang die Treppen hinauf und klingelte ungeſtüm.Iſt Niemand hier? fragte er die Dienerin, die ihn kannte.

Der Herr Kriegsrath iſt noch nicht nach Hauſe ge⸗ kommen, lautete die Antwort.Aber ich werde Sie dem Fräulein melden, Herr Frohlieb..

Ich ſelbſt! ich ſelbſt! ſagte er, und bei der er⸗ ſchrockenen Dienerin vorüber drang er in die Gemächer. Da ſtand die gedeckte lange Tafel mit Blumen geſchmückt, von Silber blitzend, der Salon zierlich, feſtlich drapirt, reiches Geſchirr und prächtige, theure Aufſätze. Er floh davor, von Raum zu Raum und endlich da ſaß ſie! Vor ihr auf mehren Stühlen lag das koſtbare Kleid und blitzender Schmuck da ſaß ſie, ihre Hände gefaltet, und betrachtete die Gewebe, welche die Braut umhüllen ſollten. Und nun wandte ſie den Kopf um, das dunkle Haar, in welchem ein Kranz weißer Roſen ſchon befeſtigt war, das

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