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gern,“ erwiederte der Finanzrath;„jetzt jedoch iſt das nicht möglich. Aller Verhältniſſe und meiner Stellung wegen kann ich mich nicht unmittelbar einmiſchen, und eben deswegen bin ich ſogleich zu Dir gekommen, um Dich aufzufordern, da es doch eine entfernte Verwandte iſt, und
eine Unglückliche obenein, an welcher Du immer vielen
Antheil genommen haſt—“
„Du hältſt alſo Dein ganzes Verhältniß zu ihr durch das ſchreckliche Ereigniß für aufgelöſt?“ unterbrach ihn Wilhelm.
„Aber Du wirſt doch ſo verſtändig ſein und einſehen, daß davon nicht mehr die Rede ſein kann!“ antwortete Leiſegang.
„Du haſt Recht, ich bin ſo verſtändig,“ erwiederte Wilhelm, indem er nach ſeinem Hute griff.
„Es iſt traurig genug,“ ſagte der Finanzrath,„aber die Schuld fällt auf dieſen elenden Betrüger.“
„Und doch giebt es Elende, die verächtlicher ſind, als er,“ verſetzte Wilhelm, indem er ſich in der Thür umwandte, Leiſegang ſtolz anblickte und ihn verließ.
„Dieſer Narr!“ lächelte der Finanzrath nach kurzem Schweigen.„Nun, ich bin ihn los, ich bin dieſe ganze Geſellſchaft los, und habe mich glücklich aus ihren Schlin⸗ gen gerettet. Ich will doch bei unſerer hübſchen Wittwe
herangehen, ihr mittheilen, was ſich ereignet hat, und ſie


