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Täuschung und Wahrheit : eine Geschichte aus dem Leben / von Th. Mügge
Entstehung
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ſagen, das ſeinen Zuhörern gefallen und ihnen Spaß ma⸗ chen ſollte.

Wiſſen Sie denn, wovon das bei mir kommt, liebſte Madame Petermann, daß ich immer guter Laune bin? fragte er, ſeine Stirn in weiſe Falten ziehend, während alle anderen Theile ſeines Geſichts vergnüglich lachten. Weil ich die richtige Leber beſitze, wodurch der ganze Menſch ein zum heiteren Daſein beſtimmtes Weſen wird. Sehen Sie gefälligſt in meine Augen, die ſo klar ſind, wie der klarſte Kryſtall. Bis in den Grund meiner Seele können Sie ſehen, nirgend ein Fleck, nirgend eine dunkle Stelle. Nun aber ſehen Sie dagegen meinen Jungen, meinen Wilhelm, eben ſo an und es wird Ihnen kein Zwei⸗ fel mehr übrig bleiben; Sie werden einen Schreck kriegen, wie es in ihm ausſieht! 4

Herr Frohlieb beugte ſich dabei bis an das jugend⸗ liche Antlitz der hübſchen Frau, ſtreckte ſeine anſehnliche Naſe noch weiter vor und machte ſeine ſchalkhaften Augen groß auf.

Aber, Herr Frohlieb! lachte Madame Petermann, indem ſie ſich zurück zog,ich fürchte mich wirklich!

Aber Daniel, ſchrie die kleine, dicke Frau damit zugleich,iſt das eine Art, mit einer jungen Wittwe um⸗ zugehen?!

Wie ſo denn? fragte Herr Frohlieb verwundert,