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hold,“ antwortete Emma, auf die unglückliche Mut⸗ ter blickend.
„O, ja— ja!“ rief er mit ſchmerzvoller Herz⸗ lichkeit.„Damit wollen wir unſer neues Leben be⸗ ginnen. Mag's ein Troſt ſein für ihr armes, zer⸗ ſchlagenes Herz.
Hand in Hand ſtanden ſie, zwei gute Menſchen voll Liebe und voll Treue.——
Zwei Stunden darauf begab es ſich, daß der Präſident von Landau hinter dem Glasfenſter in der Thür des alten Meiſters Emma's Geſicht erblickte, und ehe er ſich in ſeinem Erſtaunen zurecht gefun⸗ den, ob es Täuſchung, ob es Wahrheit ſei, ſtand ſie vor ihm an Reinhold's Hand, der mit feſten Schrit⸗ ten ohne alle Schüchternheit, und ohne die fremden Herren viel zu beachten, auf ſeinen Verwandten losging.
„Vater,“ ſagte er, ſeine blauen ſanften Augen aufhebend,„wir haben es heute zuſammen abgemacht. Ich habe Ihnen Alles entdeckt, wie es in mir aus⸗ ſah, und Sie meinten, ein Mann, der ein rechter Mann ſei, müſſe wiſſen, was er thun und wagen dürfe.— Wohl, Vater, ich hab's gewagt, und hier ſteht die, die mir's geſchworen hat, ſie wollte es
immer in Treue mit mir halten.“
Der alte Meiſter lächelte klug vor ſich hin.„Hab's
1856. XVI. Neues Leben. III. 13


